HURRA, ICH HABE MEINEN ARM GEBROCHEN

Vor etwas sieben Wochen habe ich mir den Arm gebrochen und musste operiert werden. Jetzt habe ich eine neue Metallplatte im linken Oberarm (rechts hatte ich schon eine), viele Schrauben und eine riesige Narbe. Und trotzdem bereue ich nicht, dass das Ganze passiert ist – oder vielleicht sogar passieren musste. Klar, wird es in gewisser Weise immer ein «Davor» und ein «Danach» geben, aber die vermeintliche Verletzung fühlt sich gerade wie ein Upgrade an, ich fühle mich wie neu geboren und stärker – um nicht sogar zu sagen gestählt.




WAS ICH GELERNT HABE:


  • Zuallererst wurde mir bewusst, wie sehr ich an meinem Körper hänge. Die Verletzung hat mich daran erinnert, dass unsere Körper uns jeden Moment im Stich lassen kann. Selbst wenn wir uns noch so gut um ihn kümmern, wird unser Körper sich trotzdem verändern - sei es durch das Altern, durch eine Schwangerschaft oder eben durch eine Verletzung – und zu versuchen, an etwas Unbeständigem festzuhalten, macht keinen Sinn.

  • Zweitens haben mich meine körperlichen Einschränkungen daran erinnert, dass Yoga nicht nur aus Asanas besteht. Ich denke, das bedarf keiner weiteren Erklärung. Und so habe ich mich in den letzten Wochen nicht weniger als Yogini gefühlt – und fühle mich auch heute nicht weniger als Yogini – nur weil ich eine Zeit lang keinen nach unten schauenden Hund oder keinen Kopfstand machen konnte.

  • Mein nächstes Learning war, zu akzeptieren, was passiert ist und dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht. Auch wenn dieser im ersten Moment alles andere als offensichtlich ist. So bin ich heute nicht nur entspannter, ich fühle mich sogar besser als vor dem Unfall. Denn plötzlich verspüre ich viel weniger Druck verspüre, den ich mir meist selber mache.

  • Viertens habe ich endlich die «Chance» bekommen, zu lernen, wie man Yogaklassen unterrichtet, wenn man die Asanas nur verbal anleitet – statt sie einfach vorzuturnen. Etwas, was ich mir schon immer vorgenommen hatte, aber genauso oft wieder verworfen hatte.

  • Trotz der unfreiwilligen Pause, habe ich gelernt, dass wir in Bewegung bleiben müssen! Auch wenn weh tut. Selbst wenn wir verletzt sind. Das macht die Situation sowohl geistig als auch körperlich erträglicher. Zudem heilt der Körper bei Bewegung schneller, da mehr prāṇa (oder Blut, wenn du so willst) durch ihn hindurch fliesst und uns bei der Regeneration tatkräftig unterstützt.


PS:

Ich habe auch tonnenweise Ayurveda-Tricks und Heilmittel zu den Themen Knochenbrüche und Heilung gelernt. Aber davon erzähle ich dir ein anderes Mal oder bei einer meiner nächsten Veda Yoga Stunden.



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Alina ist seit Ende 2020 Teil von Yogagold und unterrichtet jeden Mittwoch um 18:30 Uhr Veda Yoga im Yogatribe K3 Studio in Zürich oder live via Zoom auf der ganzen Welt. Wir freuen uns, dass ihr Arm so schnell wieder verheilt ist und sie ihre Schülerinnen und Schüler - mit oder ohne Vorturnen - inspiriert.


Photos by Laura Burbaite

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